RHEINLAND

Tag der menschenrechte

10.12.2023 - 14:00 Uhr

Am 10.12. ist der Tag der Menschenrechte.

Am 10.12. 1948 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte unterzeichnet. In 30 Artikeln wird auf die Würde und Rechte aller Menschen hingewiesen.

Leider haben nicht alle Staaten diese Erklärung unterzeichnet und können sich damit auch nicht auf die Seite der Entrechteten stellen.

Dazu gehört auch die römisch kath. Kirche mit dem Vatikanstaat.

Wir fordern mit unserer Protest- und Mahnaktion am

Sonntag, 10.12.2023, um 14.00 Uhr,

vor dem UN Hauptgebäude (Bonn) und

anschließend vor dem Sitz der Dt. Bischofskonferenz (Bonn),

dass die kath. Kirche die Menschenrechte unterzeichnet und lebt.

Wir fordern insbesondere die Deutsche Bischofskonferenz auf, sich im Vatikan für die Unterzeichnung der Menschenrechte, die Rechte und Würde der Frauen einzusetzen, denn nur dann können sich auch die kath. Kirche und der Vatikan glaubhaft und überzeugend für den Frieden in der Welt einsetzen und gegen die zunehmende Ungerechtigkeit aufstehen.

Darum bitten wir und laden ein, dass möglichst viele Menschen an unserem Protest und Mahngang am 10.12. vom UN Hauptgebäude zum Sitz der Bischofskonferenz teilnehmen.

Im Sitz der Bischofskonferenz werden wir schweigen und mahnen für die Frauen in der Welt die ihrer Würde beraubt wurden: im Irak, Afghanistan, im Sudan, dem Jemen, in Saudi Arabien u.a. Ländern.

Wir mahnen und schweigen aber auch für alle Menschen, die aufgrund der Machtübergriffe in der kath. Kirche, sexuelle und spirituelle Gewalt ihre Würde verloren haben.

BITTE kommt mit und nehmt teil!

An alle Menschen, die guten Willens sind

 

1. Heute garantieren die Menschenrechte und das Grundgesetz allen Menschen gleiche Rechte – nur die katholische Kirche ignoriert das. Mannsein begründet heute Sonderrechte in der Kirche. Unsere Kirche ist eine gerechte Kirche, in der alle Menschen die gleiche Würde und die gleichen Rechte haben und damit Zugang zu allen Ämtern.


2. Klerikalismus ist eines der Grundprobleme der katholischen Kirche und fördert den Machtmissbrauch mit all seinen menschenunwürdigen Facetten. Unsere Kirche ist partizipativ.
Alle haben gemeinsam Verantwortung am Sendungsauftrag, Macht wird geteilt.


3. Schon viel zu lange gilt die katholische Kirche ein Tatort sexueller Gewalt. Kirchliche Machthaber halten Informationen zu solchen Gewaltverbrechen unter Verschluss und stehlen sich aus der Verantwortung. Unsere Kirche ist glaubwürdig, geprägt durch respektvollen Umgang und Transparenz. Taten sexualisierter Gewalt werden umfassend aufgeklärt und Verantwortliche zur Rechenschaft gezogen. Die Ursachen werden konsequent bekämpft.


4. Die von der katholischen Kirche offiziell gelehrte Sexualmoral ist lebensfremd und diskriminierend. Sie orientiert sich nicht am christlichen Menschenbild und wird von der Mehrheit der Gläubigen nicht mehr ernst genommen. Unsere Kirche ist bunt. Sie zeigt eine wertschätzende Haltung und Anerkennung gegenüber selbstbestimmter, achtsamer Sexualität und Partnerschaft.


5. Die Zölibatsverpflichtung hindert Menschen daran, ihrer Berufung zu folgen. Wer diese Pflicht nicht einhalten kann, lebt oft hinter einer Scheinfassade und wird in existentielle Krisen gestürzt. Unserer Kirche ist lebensnah; in ihr ist die zölibatäre Lebensform keine Voraussetzung für die Ausübung eines Weiheamtes.


6. Prunk, dubiose Finanztransaktionen und persönliche Bereicherung kirchlicher Entscheidungsträger haben das Vertrauen in die Kirche tiefgreifend erschüttert und schwinden lassen. Unsere Kirche wirtschaftet verantwortungsvoll und nachhaltig. Sie verwaltet das ihr anvertraute Vermögen nach christlichen Prinzipien.


7. Die Kirchenleitung hat ihre Glaubwürdigkeit verspielt. Sie schafft es nicht, sich überzeugend Gehör zu verschaffen und sich im Sinne des Evangeliums für eine gerechte Welt einzusetzen.
Unsere Kirche ist relevant für Menschen, Gesellschaft und Umwelt. Unser Auftrag ist die Botschaft Jesu Christi. Wir handeln danach und stellen uns dem gesellschaftlichen Diskurs.

MAria 2.0 Rheinland
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